Erik(A) Schinegger (SportlerIn)
08.05. 2008 St. Urban bei Feldkirchen, Ktn
Der Wandel zurück ins Leben
Erika Schinegger ist über den LSVK (Landesskiverband Kärnten) in die Damennationalmanschft des ÖSV aufgestiegen. Sie war im Team der Damenmannschaft des ÖSV und hatte herausragende Ergebnisse in verschiedenen Disziplinen des alpinen Rennsports eingefahren.
Die Erika wurde auf Grund ihrer sportlichen Leistungen für die alpinen Weltmeisterschften, die in Chile - Santiago ortillo - ausgetragen wurden, für das WM-Kader des ÖSV nominiert. In der alpinen Abfahrt erreichte sie den ersten Platz und wurde Weltmeisterin. Im Riesenslalom stürzte sie mit enormer Zwischenbestzeit und musste den 2. WM-Titel im Schnee begraben.
Erika war eine Ausnahme-Erscheinung. Im Damenteam war sie sehr angesehen und wurde von den Sportkolleginen sehr geschätzt. Aufgrund ihrer großartigen Erfolge bekam Sie Neider und es begann zu rumoren im Team.
"Der Erika" wurde die Weiblichkeit angezweifelt. Nationale und auch Internationale Verbändevorwiegend der ÖSV trieben Erika zu Chromosomentest, wobei weibliche und sehr viele überwiegend männliche Chromosomen festgestellt wurden.
FAZIT: Erika Schinegger war ein Mann!
Nun begann für ERIKA ein langer Dornenweg!
Der Name Erika wurde auf ERIK umgewandelt. Erik Schinegger (von Frau zum Mann geworden) war natürlich für einige ÖSV-Funktionäre ein Stein im Auge. Erik hatte im Dienste des ÖSV als Mann große Erfolge errungen. Dem damals als tätigen Rennsportleiter, Professor Franz Hochbichler, war dies zu viel! Er eleminierte ERIK Schinegger aus dem ÖSV-Team. Den Namen Schinegger wollten die ÖSV-Granden nicht mehr hören geschweige sehen.
Erik wurde wieder in den Landesskiverband Kärnten zurück versetzt, bei welchem ich "Walter Winkler" als Trainer tätig war. Ich kannte die "ERIKA" Schinegger und nun den "ERIK" Schinegger.
Die Zeit heilt Wunden aber nicht den seelischen Schmerz. Daher bewundere ich ERIK, wie er mit sich und seiner Umwelt zurecht gekommen ist. In einem so tiefen finsteren Loch, was die Psyche betrifft, muss erst mal einer gewesen sein! Wieder zurück an das Tageslicht zu kommen und sein Leben vorbildlich wie ERIK zu führen ist mehr als bewundernswert.
ERIK war ein Fressen für die Bevölkerung, Massenmedien und alle Sensationslustigen. Er wurde in der Öffentlichkeit als "fremdes Objekt" behandelt.
Man braucht starke Nerven, Standvermögen, Ruhe aber natürlich auch Selbstvertauen, um diese Lebenssituation meistern zu können. ERIK bewies dies und steht heute noch voll im Leben.
Meine Worte an ERIK:
Du bist das Vorbild, du bist die Persönlichkeit, für alle die Menschen, die ähnliche Situationen durchleben müssen!
Menschen, die ähnliche Situationen durchleben müssen sollten ein Beispiel daran nehmen, dass man auch in schlechten Zeiten sich nicht aufgeben darf!
DER WILLEN VERSETZT BERGE!
In diesem Sinne wünsche ich Dir alles erdenklich GUTE!
Walter Winkler